Auch in diesem Jahr engagierten sich zahlreiche Naturschützerinnen und Naturschützer, um Kröten und anderen Amphibien eine sichere Überquerung der Straße zu ermöglichen.
Im Februar wurde entlang der L106 zwischen Auersmacher (Bliesgersweilermühle) und Sitterswald ein ca. 150 Meter langer Krötenschutzzaun errichtet. In regelmäßigen Abständen wurden hinter dem Zaun Eimer eingegraben, in die die Tiere bei ihrem Versuch, die Straße zu überqueren, hineinfielen. So konnten sie am folgenden Tag vollständig eingesammelt und über die Straße gebracht werden.
Neben Erdkröten (Bufo bufo) wurden auch vereinzelt Grasfrösche (Rana temporaria) und Molche (Fam. Salamandridae) entdeckt. Insgesamt konnten 330 Erdkröten, 5 Grasfrösche sowie 4 Molche erfolgreich gerettet werden.
Wir ziehen eine sehr positive Bilanz und freuen uns über das große Engagement.
Vielen Dank an alle Beteiligten!
Für das kommende Jahr ist geplant, den Schutzzaun beidseitig aufzustellen sowie um 100 Meter zu verlängern. Denn die Wanderung der Amphibien ist keine Einbahnstraße: Nach dem Laichen kehren viele Tiere wieder in ihre ursprünglichen Lebensräume zurück und müssen dabei erneut die Straße überqueren.
Unser 1. Vorsitzender - Axel Hagedorn - wurde für sein langjähriges und besonderes Engagement im Naturschutz mit der Paul-Haffner-Naturschutzmedaille ausgezeichnet.
Der Preis wurde bereits zum sechsten Mal vom Umweltministerium verliehen. Insgesamt wurden fünf Persönlichkeiten für ihren herausragenden Einsatz im Bereich des Naturschutzes geehrt.
Die Paul-Haffner-Naturschutzmedaille erinnert an Paul Haffner, der sich zeitlebens mit großem Engagement für den Schutz der Natur und den Erhalt der heimischen Landschaft eingesetzt hat.
Am 19. November 2025 wurde im Festsaal des Rathauses Saarbrücken erneut der Klima- und Umweltpreis verliehen. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Landeshauptstadt herausragende Projekte sowie besonderes Engagement im Umwelt- und Klimaschutz. Die Preise wurden in diesem Jahr von Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Barbara Meyer gemeinsam mit einer Fachjury überreicht.
Wir freuen uns sehr über den 3. Platz, der mit einem Preisgeld von 1.400 Euro honoriert wurde.
Ausgezeichnet wurden wir für unser langjähriges Engagement zur Stärkung des Steinkauzbestands im Saarland. Seit über zwei Jahrzehnten widmen wir uns mit großem ehrenamtlichem Einsatz dem Schutz dieser gefährdeten Art. Dazu gehören die Pflege von mehreren hundert Obstbäumen, die Sicherung wertvoller Lebensräume sowie die Entwicklung eigener, mardersicherer Nistkästen, die dem Steinkauz optimale Brutbedingungen bieten.
Die kontinuierlich steigende Zahl erfolgreich ausgewilderter Jungvögel und die seit 2023 wieder nachgewiesenen natürlichen Bruten bestätigen eindrucksvoll, dass unsere Naturschutzarbeit nachhaltig wirkt.
Bereits im vergangenen Jahr gehörten wir zu den Preisträgern und durften damals sogar den 1. Platz mit dem Hauptpreis von 2.000 Euro entgegennehmen.
Bild: Iris Maurer
Die Veranstaltungen für das kommende Jahr 2026 sind online!
Im kommenden Jahr wieder mit dabei die ornithologische Tagesfahrt zum UNESCO-Welterbe Grube Messel, eine Vogelstimmen- sowie Enzianwanderung, Wissenswertes über Bienen und das Handwerk der Imkerei u.v.m.
Alle sind herzlich eingeladen !
Foto: Aileen Schuler
©Jan Piecha
Herr Uwe Lukacs vom Hotel Budapest in Fechingen war bereit, am Gebäude Nisthilfen für Mauersegler und Mehlschwalben anzubringen.
So konnten wir mit Unterstützung der Fam. Nieser & Söhne fünf Mauerseglerkästen und vier Doppelnester für Mehlschwalben anbringen.
Unterhalb vom Hotel Budapest hatten wir bereits vor einigen Jahren Nisthilfen für Mehlschwalben angebracht, welche gut angenommen wurden.
Nochmals herzlichen Dank an Uwe Lukacs und die Fam. Nieser für Ihre Unterstützung!
Fotos: Axel Hagedorn
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Berlin/Straßburg – Der Ständige Ausschuss der Berner Konvention hat heute dafür
gestimmt, den Schutzstatus des Wolfs von „streng geschützt“ auf lediglich „geschützt“ herabzusetzen. Der NABU kritisiert die Abstufung des Wolfs im europäischen Artenschutzrecht
als nicht wissenschaftlich basiert und rein politisch motiviert. Noch vor zwei Jahren haben die Vertragsstaaten der Berner Konvention, darunter die EU, den Antrag der Schweiz auf
Abstufung des Wolfs entschieden abgelehnt. Die wissenschaftliche Einschätzung zum Wolfsbestand in Europa hat sich seither nicht verändert. Dennoch haben die EU-Staaten nun für die
Herabsetzung des Schutzes votiert: „Diese Entscheidung basiert nicht auf Fakten, sondern ist ausschließlich politisch getrieben. Dieses Vorgehen ist ein gefährlicher Präzedenzfall
für die bisher meist wissensbasierte Naturschutzpolitik der EU“, kritisiert Marie Neuwald, NABU-Expertin für Wölfe und Beweidung.
Quelle: Pressemitteilung 03.12.2024, NABU-Pressedienst
Für Rückfragen: |

Die Veranstaltungen für das kommende Jahr 2025 sind online!
Im kommenden Jahr wieder mit dabei die ornithologische Tagesfahrt in das Naturschutzgebiet Waghäusl, eine Vogelstimmen- sowie Enzianwanderung, Wissenswertes über Bienen und das Handwerk der Imkerei u.v.m.
Alle sind herzlich eingeladen !
Spaziergänger wurden vergangene Woche auf einen Graureiher aufmerksam, der geschwächt und ohne Fluchtverhalten an der Uferböschung am Saarufer saß. Kurzerhand informierte die Beobachterin den NABU vor Ort, der innerhalb von wenigen Minuten zur Stelle war. Der Vogel war total geschwächt, zeigte keinerlei Abwehrverhalten und ließ sich völlig passiv einfangen, normalerweise sind die Tiere sehr scheu und zeigen Abwehr- und Fluchtverhalten. Das war schon sehr auffällig und ungewöhnlich, dass ich den Vogel einfach so mit einem Tuch auf den Arm nehmen konnte, er war in einem sehr schlechten Allgemeinzustand“ so Teresa Feld, Vogelschutzexpertin des NABU. Auf den ersten Blick hatte der Vogel keine sichtbaren Verletzungen, doch bei genauerem Hinschauen, dann der grausame Befund. Der Reiher hatte mehrere Angelschnüre und Drähte um den Schnabel und den Hals gewickelt, er war damit quasi bewegungsunfähig und stranguliert.
Ein Angelhaken steckte in seinem Kehlkopf die Zunge war mit Angelschnur abgeschnürt und bereits nekrotisch. Ein Drillingsangelhaken perforierte sich aus seiner Speiseröhre im Innern seines Körpers nach außen. In diesem schrecklichen Zustand verharrte der hilflose Reiher vermutlich schon einige Tage, denn er war unterkühlt und dehydriert. Gemeinsam mit Michael Keßler, von der Naturwacht Saarland, wurde der Vogel sofort in eine Tierklinik transportiert, wo der diensthabende Tierarzt in mikrochirurgischer Feinarbeit den Vogel sorgsam von den Angelschnüren und Haken befreien konnte. Bedauerlicherweise war der Allgemeinzustand des Graureihers leider so schlecht, dass er kurze Zeit später an seinen schlimmen inneren Verletzungen verstorben ist. Der Vogel hatte vermutlich auf der Nahrungssuche einen liegengelassenen Fang von Anglern mit Haken und Schnüren aufgenommen. Dies wurde ihm zum Verhängnis.
Wir leben in einer Gesellschaft, die es genießt Freizeit in der schönen Natur zu verbringen und beispielsweise Hobbys wie Angeln nachgehen kann. Wie kann es dann sein, dass gerade diese Menschen ihre Freizeitabfälle wie Angelschnüre und Haken rücksichtslos an den Gehölzen und Ufern unserer Gewässer hinterlassen. Aber auch in der Natur entsorgter Wohlstandsmüll und Abfälle aus der Landwirtschaft und Baubranche, führten in der Vergangenheit im Saarland in der Tierwelt immer wieder zu tödlichen Unfällen.
Teresa Feld fand bei der Brutkontrolle in Webenheim 3 tote Jungstörche in ihrem Nest, die Obduktion ergab, dass die Mägen mit Silikonabfällen, vermutlich illegal in der Natur entsorgte Abfälle aus dem Fensterbau, gefüllt waren. Die Altvögel verwechselten diese wohl mit Würmern und verfütterten das Silikon an ihre Jungvögel, die dann mit gefüllten Mägen qualvoll verendeten. Kurze Zeit später strangulierte sich ein Jungstorch im Nest tödlich an landwirtschaftlichem Bindegarn, welches die Eltern zum Nestbau aufgesammelt haben.
Und das ist ja auch nur ein Bruchteil des ganzen Schadens der sichtbar wird von dem, was da in der Natur passiert. Was bleibt ist Ratlosigkeit und die Hoffnung darauf, dass ordnungsgemäßes Freizeitverhalten und Müllentsorgung Normalität wird.
Fotos: Teresa Feld
© O. Prosicky/BIA (Waldohreule), M. Suarez Porras/BIA (Kranich), D. Lorenz/BIA (Hausrotschwanz), C. Bosch (Schwarzspecht), , M. Schäf (Schwarzstorch)
Liebe Naturfreunde,
wir möchten Sie auf einen interessanten Beitrag von Elli's Gartenwelt aufmerksam machen, in dem bienenfreundliche Gewächse vorgestellt werden.
Aufgrund des voranschreitenden Biodiversitätsverlusts haben es Wildbienen und andere bestäubende Insekten immer schwerer geeignete Nahrungsquellen zu finden. Doch besonders im Hinblick auf unsere Nahrungsmittelversorgung, spielen Bestäuber eine zentrale Rolle.
Durch eine bienenfreundliche Gestaltung im eigenen Garten oder Balkon, können wir durch die richtige Pflanzenauswahl einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Insekten leisten.
Der Jahresbericht unserer NABU-Gruppe wird künftig nur noch in digitaler Form zur Verfügung gestellt. Das schont die Umwelt und spart Ressourcen.
Sie haben daher in Zukunft die Möglichkeit, unseren Jahresbericht als Download von unserer Internetseite unter der Rubrik „Jahresberichte“ zu erhalten.
Sollten Sie aber weiterhin den Jahresbericht in Papierform wünschen, so wenden Sie sich bitte telefonisch an Axel Hagedorn, 06893/3701 oder per Mail an [email protected].
Wir werden Ihnen den Jahresbericht dann gerne ausgedruckt zur Verfügung stellen. Wir würden uns allerdings sehr freuen, wenn möglichst viele von Ihnen unsere Initiative zum Ressourcenschutz unterstützen und sich an der digitalen Lösung beteiligen.
Zwanzig neue Bruthilfen aus Holzbeton wurden Ende Februar von Dieter Schuler und seiner Tochter Aileen an verschiedenen Stellen in der Streuobstwiese in Bliesransbach aufgehängt und mittels Google Earth registriert.
Dadurch lässt sich jeder Kasten leichter lokalisieren und über die Jahre kann eine Statistik angefertigt werden, z.B. wie oft darin gebrütet wurde. Sukzessive werden auch alle bereits hängende Brutkästen des NABU in Bliesransbach, einschließlich der Steinkautzkästen, in die Software aufgenommen.
Fotos: Schuler

07. Februar 2024
In den letzen Tagen hat Natur- und Landschaftsführerin und NABU Mitglied Teresa Feld, viele Stunden auf der Auersmacher Höhe verbracht um die seltene Sumpfohreule zu beobachten.
Die Zeit in der Natur lohnte sich auf jeden Fall, denn mehrmals konnte sie zufällig die Eulen hier bei der Nahrungssuche entdecken. Das war absolutes Glück, denn Sumpfohreulen sind 1. mit ihrem Gefieder perfekt getarnt und 2. sehr seltene Wintergäste aus Skandinavien oder Russland, die auf ihrer Zugroute hier verweilen.
Die Beobachtung ist somit für Vogelfreunde im Saarland eine absolute Sensation. Sumpfohreulen sind mit etwa 40-50 Brutpaaren in Deutschland sehr selten und lassen sich in Deutschland sonst meist nur in den Brutgebieten , oder auf den Nordseeinseln beobachten.
Die Federohren, von denen sie ihren Namen hat, sieht man allerdings nur, wenn sie sie aktiv aufstellt. Die Sumpfohreule ist teilweise recht tagaktiv. Auf der Jagd fliegt sie flach systematisch Wiesenbereiche ab oder verharrt auf einem niedrigen Ansitz, um ihre Beute zu orten. Die Auersmacher Höhe ist mit ihren weitläufigen Brachen- und Wiesenbereichen perfekt als Winterrastplatz geeignet. Hier findet sie ihre Nahrung nämlich Mäuse und Kleinsäuger. Bereits im Februar 2022 wurde die Sumpfohreule hier entdeckt.
Aber nicht nur Sumpfohreulen sondern auch andere seltene Vogelarten nutzen diesen wertvollen Naturraum im Bliesgau auf ihren Zugrouten zur Rast. Auch Kraniche und Kornweihen konnten in den letzten Monaten hier beobachtet werden. Ein Ausflug in die Natur lohnt sich also zu jeder Jahreszeit. Es gibt immer irgendetwas zu entdecken, auch im trüben, regnerischen Winter.
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